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Kampfkunst-Treff

für fortgeschrittene Kampfkünstler

Andi's Homepage: http://andreas-dietrich.net/kampfkunst-treff

QR-Code zum Abfotografieren und automatischem Aufruf von http://www.andreas-dietrich.net/aikido/

Motivation

körperlich, geistig oder spirituell (kampfkunst-) übergreifendes Geben und Nehmen

Interessen für Unbekannteres wecken bzw. bedienen

effizienter und effektiver Umgang mit Gewalt, Aggression und negativen Energien

in Harmonie mit sich selbst und der Welt kommen/sein

Termine und Kontakt

... für die regelmäßigen Treffen findet ihr hier: Termine Kontakt.

Wichtig(!) wäre hierbei eine Anmeldung bzw. Termin-Rückversicherung, da die zeitliche Planung (jeder letzte Sonntag im Monat zw. 15 u. 18 Uhr) bis auf Weiteres aus Flexibilitätsbedarf nur eine Groborientierung darstellt, die sich auch kurzfristig ändern kann (nach Wünschen von und in Abstimmung mit Teilnehmern), wenn Zeit/Tag (übers Wochenende - Fr, Sa, So) geschoben wird.

(Mit dieser Seite (ab Januar 2015) wird diese Austausch-Gelegenheit nun für andere Kampfkünstler bekannter/offizieller.)

Rahmen

  • es sollte im Allgemeinen keinen typischen Seminarcharakter haben (also ohne: Bezahlung, feste Lehrer-Schüler-Rollen)
  • jeder Fortgeschrittene/Lehrer einer Kampfkunst o.ä. sollte prinzipiell hier Trainieren, Lehren oder Lernen dürfen
  • ggf. würden damit auch versch. Grüppchen innerhalb einer Einheit entstehen
  • man sollte sich basisdemokratisch (also nicht wie in unseren bekannten "Demokratien" ;-) ) auf die Grüppchenzusammensetzung einigen
    • spätestens kurz vor Beginn des Trainings
  • realistisch/organisatorisch sollten die Interessen der Aikido-Gruppe des CPSV bei Konflikten Vorrang haben
    • ich gehe zwar momentan nicht davon aus, aber bspw. bei Platzproblemen

Boxraum

  • unverbindlich (aber regelmäßig) verfügbare(r) Zeit und Ort für Austausch
  • überschaubarer, familienfreundlicher zeitl. Rahmen (jeden letzten So im Monat, 15-18 Uhr)
    • Bitte bei den Terminen schauen, wie's mit den aktuell geplanten Treffen aussieht!
  • keine bzw. minimale Kosten
  • größere, permanente Mattenfläche, Boxraum, Schutzkleidung, versch. Trainingswaffen uvm. Lage
  • zentral in Chemnitz
(mal schauen, wie sich dieses Potential weiter entwickeln wird :-) )
  • evtl. auch als Katalysator für:
    • Teilnahme-Motivation an Lehrgängen (z.B. auch bekannter/größerer Meister)
    • Organisation größerer Lehrgänge mit bekannten Lehrern
    • Organisation von Gasttrainingseinheiten im normalen Training
    • Organisation von gemeinsamen Vorführungen/Budo-Galas
    • Organisation von gemeinsamen Feiern, Events (ausserhalb des Trainings)
    • regelmäßiges Training in anderen Gruppen

Was ist bisher passiert?

bzw.: Welche "Kampfkünste" sind schon zusammengekommen und welche Schwerpunkte gab es oder gibt es ggf. regelmäßiger?

(Ich halte es hier Allgemeiner, aber konkreter solltet ihr einige Teilnehmer bzw. Gruppen (vor allem perspektivisch geplant) auch im Bereich Kampfkünste im Raum Chemnitz finden.)

Es begann mit Aikidokas verschiedener Gruppen aus Chemnitz und Zwickau im Frühjahr 2014. Diese orientieren sich im Allgemeinen an der Lehre von Katsuaki Asai (Aikikai Deutschland).
Es war auch schon ein Aikidoka von Chemnitz aus der Stilrichtung von Christian Tissier (Aikikai Frankreich) dabei. Anfangs war ich noch nicht dabei, aber ein Schwerpunkt war u.a., glaube ich, Prüfungstechniken.

Später kam ich selbst als Vertreter verschiedener Kampfkünste bzw. Konzepte mit Schwerpunkten in folgenden Bereichen hinzu:
Bewusstsein, Entspannung, Ki, Selbstverteidigung, Nicht-Kämpfen, Konfliktbewältigung im Alltag, Aikido (Aikikai, Ki-Aikido, Shin Shin Toitsu Aikido), Karate (Shotokan), Taekwondo.

Später kamen auch unregelmäßig Vertreter des Karate (Goju-Ryu), Jiu-Jitsu und Sambo dazu (alle aus dem Raum Chemnitz).

Auch einen Vertreter vom Deutschen Aikidobund (DAB) aus Frankenberg konnten wir hier schon begrüßen.

Schwerpunkte bisher (mal öfter oder seltener wiederkehrend) waren, u.a. (soweit ich mich an alles erinnere, natürlich subjektiv gruppiert):

  • aikido-typisch:
    • (Prüfungsvorbereitung:) versch. Angriffs u. Abwehrformen für Gürtelprüfungen bis zum 1. Dan (Aikikai/Asai)
    • Schwert und Stock
      • Ikkyo, Shihonage versch. Formen
      • Rollen mit Waffen
    • Koshi-Nage (Hüftwürfe) aus versch. Angriffen
    • Fallschule, u.a. Rollen, Stürzen auch Überschlagsrolle und "fallendes Blatt"
  • eher aus Aikido, Aiki/Ju Jutsu, Judo, Karate, Taekwondo
    • in langen und kurzen Formen bewegen (können)
      • Reflektieren von versch. Konzepten und Übungsformen + Hintergründe aus Aikikai (Asai/Tissier), Ki-Aikido, Karate, Jiu/Aiki Jitsu
    • grundl. Unterschiede der "Abwehrphilosophien" Ura/Omote bzw. Tenkan/Omote
      • kreisförmig vs. gerade
      • Destabilisierung (Kuzushi) in Richtung Rücken vs. Bauch
      • aktiv vs. passiv
      • Druck vs. Zug (z.B. bzgl. Ellenbogen und Arm)
  • eher aus Kung Fu, Thai Chi, Wing Tsun, Karate
    • Kaki (klebende Hände)
    • Ganzkörper- und Hüfteinsatz bei Fausstößen
  • eher aus Ki-Aikido, Thai Chi, Bioenergie/Qi Gong
    • Ki in sich und mit dem anderen spüren und bewusst benutzen
    • versch. Ki- und Qi Gong Übungen für Entspannung und Wahrnehmung, versch. Massagen, u.a. mit Stock
  • eher aus Aikido, Judo
    • Schwerpunkt und Körperspannung des anderen Spüren und bewusst beeinflussen
  • eher aus Waffenkünsten wie Arnis, Escrima, Kali, Blossfechten (historische europäische Waffenkünste)
    • Kurzstöcke (Bambus)
      • Handling, (Partner-)Drills, Schläge, Blöcke, Hebel, Entwaffnungen
    • Langschwert (typ. "Ritter")
      • Grundformen an Hand historischer Aufzeichnungen: Angriff/Abwehr
      • frei: Angriff-Abwehr-Gegenangriff-Abwehr-..., so lange Fortsetzen (und ggf. Wiederholen des vorletzten Angriffs) bis kein Gegenangriff mehr mögl.
      • freier Kampf verlangsamt
  • eher aus Ju Jutsu, Ringen, Jeet Kune Do
    • verlangsamter bzw. kontrollierter Freikampf auf verletzungsvermeidendem Niveau
      • der Wettkampfgedanke wäre dabei kontraproduktiv
      • Teilnehmer brauchen eine forschende und lernbereite Haltung
      • "Zeitlupentraining" und damit verbundene Beachtung/Studierbarkeit physischer/physikalischer sowie mentaler Gesetzmäßigkeiten werden stark geschult
  • Übergreifenderes
    • fester Stand in jeder Lage (auch einbeinig)
    • Gewicht unten Halten/Schwere spüren
    • Hüft-Arm-Bein-Verbindung bewusst spüren/einsetzen
    • richtiges Angreifen bzw. falsch verstandenes Mitbewegen/Mitmachen
      • Unterschiede zw.
        • "Tanzen" (meint etwas scherzhaft "ohne spürbares Ki/Angriffsenergie" üben bzw. "choreographisch bewegen")
        • Selbstverteidigung (realistischer geübte Situationen)
        • Balance/Schwerpunkt beim Angriff nie vs. vorübergehend aufgeben
      • warum man ohne Ki/Angriffsenergie kaum realitätsnah auf der körperlichen, psychischen und spirituellen Ebene realistisch üben kann
      • warum Widerstand und Schmerzen eher unnötig und hinderlich beim regelmäßigen Training (einer Technik) sind
      • wichtige mentale Konzepte dabei von:
        • Entspannung, "Nicht-Bestrafung" (= friedlich, aber bestimmt sein)
  • Übergreifenderes (zunächst mental/spirituell als prägender Überbau für das körperl. Training)
    • warum Konfliktlösungskompetenz, Psychologie und Spiritualität in Kampfkunstgruppen oft fehlen und welche Auswirkungen das auf Interessenten, Trainierende, Lehrer, Lehrsysteme, Verbände hat
    • warum mentaler und spiritueller Fortschritt/Training/Bewusstwerdung viel effektiver sind als rein körperliche Aspekte (Zu ~90% basieren körperliche Fähigkeiten auf geistig/mentalen Fähigkeiten!)
      • => Wenn wir lernen vor allem den Geist/Ki/Bewusstsein zu stärken/trainieren, dann können wir grob(!) gesagt in 1 Jahr eine Technik genauso gut, wie jemand der 10 Jahre nur körperliche Aspekte trainiert hat
    • warum Hierarchien/Gürtelsysteme in unseren Kampfkunstsystemen eher negative Auswirkungen auf die eigene ganzheitliche Entwicklung haben
      • und woher diese historisch kommen
  • ... alles, woran ich mich nicht (mehr) erinnere bzw. wo ich (noch) nicht dabei war :O)
(An dem Datum in der Fußzeile könnte man sehen, wann ich diese Punkte zuletzt ergänzt habe. Was ich regelmäßig versuchen werde.)

Der Tellerrand

bzw.: Warum wollen (fortgeschrittene) Kampfkünstler u.ä. sich typischerweise unverbindlich austauschen können?

(Ich möchte hiermit noch etwas weiter ausholen. Um ggf. etwas "festgefahrenen" Kampfkünstlern oder interessierten Lesern ein überdenkenswertes Bild davon geben zu können, wie die Praxis und der Weg (für meiner Meinung nach genügend Fortgeschrittene und Lehrer) aussehen - aber durch andere Impulse vielleicht nicht aussehen müssen.)

Wir sprechen ja hier ersteinmal von Fortgeschrittenen, Lehrern o.ä in ihren Kampfkünsten.

Schon 10 Jahre nach der Wende (also so um 2000 herum) war der unglaubliche Boom der Kampfkünste hier im Osten (Deutschlands) schon vorüber. In den Anfangszeiten sah es oft so aus: teilweise 100 Karate-Trainierende1, in überfüllten größeren Turnhallen, mind. 2 mal pro Woche trainierend, hoch motiviert und relativ viel körperliche Härte und Disziplin ertragend.

(1: Karate als eine der Kampfkünste mit dem meisten Zulauf ; außer Judo war in der DDR eigentlich alles andere verboten)

Heutzutage ist es schon etwas Besonderes, wenn regelmäßig 10 - 15 Trainierende 2 mal die Woche gemeinsam trainieren. Davon ist oft auch der Anteil an Fortgeschrittenen eher in der Unterzahl und diese können dann auf Grund der nicht so fortgeschrittenen, nicht so sehr regelmäßig und intensiver miteinander trainieren. Oft sind die Gruppen daher auch nicht sinnvoll teilbar, zumal Trainern und Trainierenden oft nur begrenzte Räumlichkeiten und Freizeit überhaupt zur Verfügung stehen.
Da gibt es meist sowieso neben dem gemischten Training mit Anfängern ein Bedürfnis, sich auch mehr Zeit für fortgeschrittene Themen nehmen zu können.

Daneben verändern sich auch die Ziele der Fortgeschrittenen, welche sich innerhalb (häufig auch starrerer) "Lehren" mehr Tiefe bzw. Sinn (oder anders gesehen auch Breite) wünschen, welche so nicht von ihren Lehrern oder gar anderen Lehrern ihrer Kampfkunststilrichtung vermittelt werden (können).
Deshalb die liebgewonnenene Kampfkunst(gruppe) zu wechseln ist oft aus verschiedensten Gründen nicht möglich, nötig oder so einfach.
Das Training solcher "nicht-alltäglichen" Sachen ist auf einem höheren Fortgeschrittenenniveau natürlich oft leichter umzusetzen und unterscheidet sich oftmals "über den Tellerrand blickend" kaum oder nicht von den höheren Stufen anderer Kampfkünste.
(Die verschiedenen Kampfkünste sind vielleicht sowieso nur Zweige einer gemeinsamen Wahrheit.)

Man kann zwar auch auf Wochenend-Seminare anderer Lehrer fahren, aber es ist oft unbefriedigend, wenn man das Vermittelte dann nicht trainieren oder regelmäßig mit anderen Fortgeschrittenen reflektieren kann. Mal abgesehen von Einspareffekten bei Fahrgemeinschaften usw.

Beispiele für häufige Interessen und "was oft fehlt"...

(Alles Folgende spiegelt natürlich nur meine persönlichen Erfahrungen und Gedanken über viele Jahre des Studiums versch. Kampfkünste wider! Natürlich sind sie subjektiv, aber ich bekomme sie von der deutlichen Mehrzahl langjährig Trainierender generell bestätigt.
Ich würde es an deiner Stelle als kleinen (überprüfungswürdigen) Anhaltspunkt nehmen, um sich das Dilemma vieler Fortgeschrittener kampfkunst-übergreifend vor Augen führen zu können.)

Bspw. gibt es kaum Aikido-Gruppen, in denen man etwas von dem "magischen Flair" von O-Sensei (Kosename des Gründers) mit dem Hintergrund einer wirklich friedvollen Lehre (nach seinen Aufzeichnungen) findet. Schon der Name Ai-Ki-Do (bspw. so interpretiert: Liebe/Harmonie/Nicht-Kämpfen - feinstoffliche Energie/Bewusstsein - Lebensweg/Geisteshaltung) drückt so viel aus, von dem selbst bekannte, große Meister oft nur körperliche Aspekte auf Basis einfacherer Körperphysik vermitteln (können).

Ausserdem basiert das (prüfungsorientierte) Aikido in den ca. ersten 10 Trainings-Jahren (und damit ggf. praktisch oft lebenslang), bei dem sehr großen Teil von Schülern (und damit auch den späteren Lehrern) eher auf (einem subtilen) kooperativem Miteinander und recht großen Bewegungen. Der Selbstverteidungsaspekt wird dabei oft stiefmütterlich behandelt und viele Aikidoka würden wohl von sich sagen, dass sie es schwierig sehen, die Techniken in einer realen Auseinandersetzung anwenden zu können.
Zumal effektive (und nicht schwer zu lernende) Fauststöße, Handkantenschläge oder Fußtritte praktisch nur sehr wenig Beachtung finden.

All das muss sich aber auch überhaupt nicht ausschließen, braucht aber dann Lehrer, welche diese Punkte miteinander verbinden können und damit sehr wahrscheinlich nicht nur eine Kampfkunst studiert haben. (Wie übrigens auch Ueshiba selbst.)

Ähnlich ist es in den meisten Karate- oder Taekwondo-Gruppen, wo Bewegungen oft relativ verkrampft und "steif" trainiert werden. Oder gar stark wettkampforientiert.
Wo ist die tiefere Weisheit und das Flair von "Karate Kid" dort? Ist das so selten oder illusorisch? Viele Fortgeschrittene fühlen sich hier zwar eher einer Selbstverteidigungssituation gewachsen, aber Über-50-Jährige findet man auch hier nur selten. Ist eine Kampfkunst bzw. deren (Lebens-)weg (Do), denn wirklich so "lebbar/lebenswert", wenn sie Mitten im Leben(!) und nicht eher mit dem Tod endet? (oder gar darüber hinaus? :-) ) ...

  • die Übungen sind dann oft zu anstrengend bzw. der Körper läßt nach und der "Geist" hätte vielleicht spätestens jetzt die Reife und Ruhe für Kompensation
  • die Motivation lässt stark nach, da das Interesse am (bisher definierten/etablierten) Sinn nachlässt
  • man kann oder will sich nicht mehr mit (jüngeren) anderen messen
  • Graduierungen und Lehrsysteme können dann mehr Fluch als Segen sein, wenn man den Drang nach "unpassenden" Veränderungen spürt, welche quasi nicht akzeptiert werden oder für die es zumindest keine Konzepte gibt
  • es kann abstoßen, "allein" einen anderen Weg zu gehen oder das Gefühl zu haben "nocheinmal von ganz vorn anfangen zu müssen" (man fängt nie von vorn an, denn entscheidend ist nicht die Form!)

Dann gibt es natürlich auch die Künste, welche oft einen sehr starken sportlichen Wettkampffokus haben (deshalb auch eher als Kampfsport bezeichnet): z.B. Judo, Ringen, (Kick-)Boxen, Muai Thai. Selbstverteidigung im regelfreien Sinne oder ein Lebensweg-Charakter fehlt hier daher für ältere Fortgeschrittene oft und man findet sie hier sehr wenig.

Weiterhin gibt es auch einige Gruppen und Lehrer, welche (vielleicht auch subtiler) eine etwas erhöhtere Aggressivität, Dominanz oder auch militärmäßige Skrupellosigkeit trainieren.
Mancher mag denken, dass er sowas beruflich oder im Privaten gut brauchen kann.
Auch aus solchen Gruppen kenne ich Trainierende, die sich nach sanfteren, subtileren oder tieferen Konzepten sehnen, diese aber nur sehr schwer finden oder umsetzen können, da gerade Ängste, Gewohnheiten und Wertevorstellungen ggf. hinterfragt werden müssen.

Weitere Infos zu "Kampfkünste und Meister"

Wo und wie komme ich effektiv an die fehlenden Puzzlestücke?

... über den Kontakt zu möglichst vielen versch. Quellen/Lehrern/Trägern von Wissen oder Fähigkeiten ...

Ich kenne nur sehr wenige greifbare Meister (aus verschiedenen Kampfkünsten), welche Selbstverteidigung, Philosophie und Lebensqualität/Alltagsbewältigung als ein harmonisches, liebenswertes Ganzes tatsächlich lebendig veranschaulichen und unterrichten können.

Auch große Meister können ja immer nur das Lernen und Lehren, was sie zu einem gewissen Grad verstehen und trainiert haben. Und um etwas tiefer verstehen zu lernen bzw. intensiv zu trainieren, muss das eigene Wesen auch ein genügend großes Interesse daran, sowie Hingabe und Konsequenz dabei, haben. Dazu gehört ja letztlich ggf. auch, dass man sich an bestimmten Punkten innerlich und äußerlich von bisher Gelerntem distanzieren muss. (gefühlt in dem Moment evtl. sogar für immer :-/ )

(Loslassen ist oft viel wichtiger als Festhalten oder "Bewahren".)

Gerade die japanische Mentalität, welche in vielen Aspekten gar nicht so verschieden von unserer westlichen ist, macht es sicher den meisten Menschen/Lehrern sehr schwer... (natürlich wird es gesellschaftlich auch schwer gemacht)

  • Grundsätzliches/Vieles/Alles in Frage zu stellen
  • Existenzängste zu überwinden (bspw. durch "Auszeiten"/Distanzierung)
  • sich geistig und auch real von den Strukturen und Hierarchien in denen man sich beruflich, sozial, bildungstechnisch, ausserberuflich usw. befindet zu befreien ("frei zu sein")

Gerade auch Graduierungen, Abschlüsse und Zertifizierungen (also äußere Vergleiche) spielen für viele Menschen im Kopf und beim Schubladendenken eine große Rolle.

Die Meister bzw. Menschen, die in der Geschichte die größten Spuren hinterlassen haben, waren eigentlich immer recht eigenständig, was ihre "Neuerungen", Schwerpunkte, Konzepte und Blickwinkel anbetraf. Meiner Erfahrung nach sind solche Menschen, welche es vermögen, Wissen und Erfahrungen lebendig, kreativ, schöpferisch und in einem universellen Einklang kommunizieren können, eher selten und zugleich besonders wichtige Lehrer. Egal in welchem Gebiet ... Buddha, Jesus, Mohammed, Bruce Lee, Eckhart Tolle, Bert Hellinger, Ghandi, Martin Luther King, Morihei Ueshiba, John Lennon, Kenjiro Yoshigasaki, Archernar, Noreega, ...

Viele andere Lehrer halte ich ebenfalls für sehr wichtig, wenn sie bspw. gut Kopieren, Nachahmen, Wiedergeben, Interpretieren, Systematisieren und Kombinieren können. Alle spielen eine etwas andere Rolle auf dem Weg, aber es ist von Vorteil, wenn man frühzeitig und regelmäßig möglichst viele dieser "Lehr-/Lernarten" kennen- und schätzen lernen kann.
Es gibt kurz- und langfristige Ziele im Leben. Es ist hilfreich, sich diese und ihre Verbindungen so weit wie möglich bewusst zu machen. Auch das unwahrscheinlichste, aber wünschenswerteste, "das größte" Ziel, sollte dabei sein. (Sie verändern sich natürlich auch.) Wenn man nur wachsam und strebsam genug ist, finden sich genügend frühere und aktuelle Quellen in Form von Dokumenten, Lehrern, der Natur uvm., welche uns diesen Zielen näher bringen.

Weitere Infos zu "Kampfkünste und Meister"